Jedem Biber seinen Menschen – Werden Sie Biberbetreuer im Norden Oberhavels!
In der Vergangenheit wurden immer wieder Biberdämme und -burgen im Landkreis Oberhavel illegal zerstört. Dem NABU sind Fälle aus den NSG's Thymen und Stechlin aus dem Jahr 2007 und aktuell ein Fall vom Dezember 2008 in einem Wald bei Wendefeld bekannt.

Der Fall bei Wendefeld ist besonders dramatisch, weil der Bau in den Wintermonaten beseitigt wurde. Für den Biber bedeutet das den sicheren Tod. Die Tat ist auch deshalb unverständlich, da es sich um eine Ansiedlung im Wald gehandelt hatte.
Die geschilderten Einzelfälle, die dem NABU durch Zufall bekannt wurden, lassen eine hohe Zahl von Straftaten gegen den Biber im Landkreis OHV vermuten. Dem Biber würde es wenig helfen, diese Fälle nachträglich zur Anzeige zu bringen.
Wir wollen dem Biber, der fast ausgerottet war und nun das Gebiet zurückerobert, in unserem Landkreis ein Zuhause geben.
Durch eine gezielte Kampagne ist geplant:
- Bürger zum Schutz des Bibers zu gewinnen und auszubilden. Es sollen vor allem junge Leute und auch Familien angesprochen werden.
- Alle Biberansiedlungen regelmäßig zu beobachten und durch ein Management die tatsächlichen Auswirkungen von Burgen und Dämmen als Entscheidungsgrundlage für die untere Naturschutzbehörde zu dokumentieren.
- Die betroffenen Wasser- und Bodenverbände in diese Arbeit einzubeziehen und
- Mittel für Flächenkauf einzuwerben, um durch Vernässungen betroffenen Landwirten Ausgleichsflächen anbieten zu können.
Wir möchten das Projekt gern mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) Oberhavel zusammen gestalten und hoffen, dass die Biberbetreuer als Naturschutzhelfer anerkannt werden. Demnächst ist ein Treffen mit der UNB geplant.